Peking Nationalstadion: Vogel – s Nest Stadion

Das Beijing National Stadium, bekannt als das Bird's Nest Stadion, hat fünf Jahre in Anspruch genommen und ist eines der größten Stahlbauwerke der Welt.

Pekings Vogelnest-Stadion

1889 wurde der Eiffelturm auf der Pariser Weltausstellung enthüllt und wurde trotz der anfänglichen Debatte über seinen ästhetischen Reiz innerhalb kurzer Zeit zum Symbol einer Stadt und zum Symbol des technologischen Fortschritts. Mehr als hundert Jahre später, bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking, präsentierte China sein eigenes architektonisches Wunder, das, wie der Eiffelturm, ein Metallmegaprojekt war.

Das Pekinger Nationalstadion – häufiger als Vogelneststadion bezeichnet – dauerte fünf Jahre und wurde aus 42.000 Tonnen Stahl gebaut, was es zur größten Stahlkonstruktion der Welt macht.

Vogelnest Stadion Fakten Fakten

  • Höhe: 69,2m (227 Fuß)
  • Länge: 330m (1082 Fuß)
  • Breite: 220m (721 Fuß)
  • Stahl zur Herstellung der Außenhülle:

42,000 tons
Total Weight of Construction Materials (including concrete seating bowl):

110.000 Tonnen

  • Sitzplätze: 80.000-91.000 Sitzplätze
  • Konstruktionslebensdauer: 100 Jahre
  • Firmenarchitektur: Herzog & de Meuron
  • Design

    Das 330 Meter lange, 220 Meter breite und 69,2 Meter hohe Bird’s Nest Stadion basiert auf 24 Fachwerkträgern mit je 1000 Tonnen Gewicht. Aufgrund ihres Gewichts war kein Kran stark genug, um die Säulen zu heben, als 2005 mit dem Bau der Stahlaußenhülle des Stadions begonnen wurde. Infolgedessen wurden die Säulen in Teilen nach Peking verschifft und dort montiert. Nachdem alle 24 Stützen angebracht waren, wurden kleinere Balken dazwischen geschweißt, um der Struktur mehr Festigkeit zu verleihen und das einzigartige, elliptische Kreuzschraffurbild zu verstärken.

    Schließlich wurde der dritte Satz von Trägern hinzugefügt, um die transparente, polymere Membran, die für die Überdachung zwischen den Stahlträgern sorgt, aufzuhängen.

    Während der Entwurfsphase des Projekts hatte das Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron zusammen mit seinen Partnern Arup und China Architecture Design & Research Group zahlreiche Fragestellungen, die über die ästhetische Attraktivität des Stadions hinausgehen. Ein entscheidendes Problem war, ob die 42.000 Tonnen Stahl, die für den Bau der Struktur benötigt wurden, nach der Montage ihr Eigengewicht tragen konnten, oder ob sie nach dem Entfernen der 78 während des Baus verwendeten Stützpfeiler zerfallen würden. Die lokale Regierung verlangte auch, dass das Stadiondesign einem Erdbeben der Stärke 8,0 standhalten sollte.

    Als ob diese Fragen nicht schon kompliziert genug wären, mussten die Architekten und Ingenieure auch die Auswirkungen der Wärmedehnung berücksichtigen, also die Tendenz, dass sich Stahl bei Temperaturänderungen ausdehnt und zusammenzieht. In Peking, wo die Temperatur zwischen über 30°C im Sommer und -20°C im Winter liegen kann, ist dies keine leichte Aufgabe. Um diese drei technischen Probleme zu lösen, arbeitete das Konstruktionsteam mit den chinesischen Stahlproduzenten Baosteel und Wuhan Iron & Steel zusammen, um neue Stahlgüten zu entwickeln, die den Anforderungen an Festigkeit und Flexibilität des Projekts entsprechen.

    Laut Lin Shuguang, General Manager von Baosteel, führten drei Monate Forschung zur Herstellung eines neuen Stahls mit niedrigem Phosphor- und Schwefelgehalt, den sie Q35 nannten. Q35 ist ein hochharter Stahl, der bis zu 35 x 106 Pascal belastbar ist. Dies wäre entscheidend für den Bau der 24 Fachwerkträger, die jeweils 300 Meter lang sind und eine Last von 11.200 Tonnen tragen sollen. Die Wuhan Iron and Steel Group entwarf die zweite Stahlsorte, die den verbleibenden Teil des Stadionmantels, das als Q460 bezeichnet wird, bilden sollte.

    Q460 lieferte einen hochfesten, aber flexiblen Stahl, um die Traversen zu stützen und sicherzustellen, dass die Hülle des Stadions nicht zu einem 42.000 Tonnen schweren Stahlhaufen wird.

    Konstruktion

    Die neuen, hochfesten Stähle stellten jedoch während der Konstruktion ihre eigenen Probleme dar, da höhere als normale Schweißtemperaturen erforderlich waren, oft an sehr unsicheren und hohen Standorten. Darüber hinaus konnte das Schweißen nur bei Temperaturen von 15-16°C durchgeführt werden, was dazu führte, dass die Arbeiter während der Abendstunden schweißen mussten. Im August 2006 arbeiteten über 400 Schweißer drei Nächte lang in gerader Linie, um die 320 Kilometer Schweißnähte zu schweißen, die für die Montage des legendären, vergitterten Stahlrahmens des Stadions erforderlich waren.

    Bis September 2006 galt die Struktur als standfertig und die 78 Stützpfeiler wurden einzeln vor einem nervösen Design- und Konstruktionsteam entfernt, so dass die gesamte Struktur allein stand. Wie der Eiffelturm ist auch das Vogelnest nicht ohne Kritik geblieben, insbesondere wegen seines unkonventionellen Stils und seiner Erscheinung. Dennoch ist es zu einem prägenden Symbol des modernen China und der Ingenieurskunst der Menschheit geworden.

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